Deine Basis für alles

Ein Ort zum Fokussieren, Zusammenkommen und Teilen – mit Menschen, die verstehen, worum es geht. Ob mitten in der Abschlussarbeit, zwischen Vorlesungen oder einfach auf der Suche nach einem guten Essen und einer ruhigen Ecke: Hier ist alles darauf ausgerichtet, das Leben ein bisschen leichter und deutlich schöner zu machen. Meldet euch an und entdeckt, was euch offensteht:

Rückzugsraum

Euer Zimmer ist euer Refugium – euer Bett, euer Schreibtisch, euer Raum zum Durchatmen. Braucht ihr Stille für ein langes Telefonat? Eine Ecke zum Denken? Sie wartet auf euch. Und wenn ihr mal Abstand braucht, steht das Gartenzimmer offen – eine Nacht eingehüllt in den leisen Duft von Kräutern und Gewürzpflanzen. Oder wenn Familie zu Besuch kommt: Das große Zimmer ist ein echter Empfang – hell, weitläufig, ein Raum, der Gäste spüren lässt, dass sie wirklich willkommen sind.

Lebensqualität

Eine gemeinsam genutzte Küche mit echtem Anspruch schlägt einen Raum voller Mini-Kühlschränke und Kochplatten jedes Mal. Die Rede ist von scharfen japanischen Kochmessern und deutschem Stahl, gusseisernen Pfannen mit echtem Charakter, einem Carbonstahl-Wok, Kupfertöpfen für das geduldige Köcheln, einem Gemüsehobel, einer Küchenmaschine, einer Nudelmaschine – Werkzeuge, die man sonst eher in Restaurantküchen findet. Kochen bekommt hier eine andere Qualität.

Dasselbe Prinzip gilt für die Bäder. Eines ist klar funktional – sauber, effizient, alles Nötige vorhanden. Ein anderes ist etwas mehr: ein großer, gut ausgeleuchteter Spiegel, Platz zum Ausbreiten, eine Atmosphäre, in der der Morgen nicht zur Hektik wird.

Ein bisschen Abstimmung hält das alles am Laufen. Die findet hier statt, online – damit niemand warten muss.

Arbeitsbereiche

Unsere Architekten und Handwerker haben genau überlegt, was Menschen wirklich brauchen – und dann dafür gesorgt, dass es für alle da ist.

Die Tische sind nach ihrem Zweck ausgewählt. Manche sind breit und stabil – gut zum Ausbreiten von Unterlagen, Aufschlagen von Büchern oder Durcharbeiten von Ausdrucken. Andere sind wärmer, einladender, gemacht zum gemeinsamen Essen oder für ein langes Gespräch bei Kaffee.

Für digitale Arbeit: ein Projektor für Präsentationen, große Bildschirme, stabile Verbindungen – alles, was ihr braucht, um eine Lerngruppe zu empfangen oder eine Präsentation durchzugehen, ohne nach Kabeln zu suchen.

Für handwerkliches Arbeiten: ein vollständiges Tischler-Werkzeugset für alle, die bauen, reparieren oder gestalten möchten. Und für die Veredelung gedruckter Arbeiten – ein Eckenrunder für saubere Kanten, Bindemittel, ein Papierschneider – die kleinen Details, die eine studentische Arbeit durchdacht statt zusammengestückelt wirken lassen.

Das ist die Art von Arbeitsumgebung, zu der die meisten Studierenden erst viel später Zugang bekommen. Hier gehört sie einfach dazu.

Ein Zimmer gibt euch einen Platz zum Schlafen. Hier zu leben gibt euch mehr – eine Gemeinschaft, die Fähigkeiten, Ressourcen und ab und zu eine gemeinsam gekochte Mahlzeit teilt.“

Meldet euch an und fühlt euch zuhause:

Students residents engineers and architects discussing improvements to the House of Sciences in Meiningen Thuringia Germany.

Von der Wurzel zum Webstuhl

Jenseits der physischen Annehmlichkeiten ist das Haus der Wissenschaften bewusst als „lebendes System” konzipiert, das kollektive Weisheit und transformatives Lernen fördert. Unser Ansatz orientiert sich an Barbara Widhams (2025) Forschung in ihrem Beitrag The We-Ro’s Journey and the Art of Holding Space, der untersucht, wie intentionale Umgebungen „autopoietische Entwicklungen” begünstigen können, bei denen Gruppen Erkenntnisse gewinnen, die kein Einzelner allein erreichen könnte. Wir empfehlen insbesondere, ihr Kapitel über die vierzehn Qualitäten des Holding Space zu erkunden, das konkrete Strategien beschreibt – vom „Heart Space” für den Aufbau fürsorglicher Verbindungen bis hin zum „Loom Space” für das Verweben individueller Genialität zu einem gemeinsamen Bildteppich –, die wir in unserem Forschungskollegium zu verkörpern suchen. Wir ermutigen alle Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste, den vollständigen Beitrag zu lesen, um die systemischen Prinzipien besser zu verstehen, die unser Haus zu einem selbstorganisierenden Lernwald machen.

Literaturverzeichnis
Widhalm, B. (2025). The We-Ro’s journey and the art of holding space: Creating conditions for collaborative learning forests. In J. Wilby, J. Makar, & G. Smith (Eds.), Journal of the International Society for the Systems Sciences | 69th Meeting of the International Society for the Systems Sciences.